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Aus lindgrünem Damast in Granatapfeldekor mit
doppelten Hängeärmeln, mit Goldborten und

Peridot-Halbedelsteinen besetzt,

Unterkleid aus eierschalfarbenem Seidendamast

Nach Gemälden von Leonardo da Vinci

 

 

Rückansicht des Kleides, die die Anordnung der

Hängeärmel verdeutlicht.

 

 

 

 

 

Zugehöriges Haarnetz

nach Gemälden von Leonardo da Vinci

.

 

 

Aus taubenblauem Crepe mit zusammengesetzten Ärmeln
und weiss-seidenem Unterhemd, Unterkleid aus
lindgrünem Damast. Front mit Taube in Perlstickerei
passend zum Millefiori-Halsschmuck

Nach Gemälden von Carpaccio.

 

 

Aus fuchsfarbenem Seidendamast, Unterkleid aus
lammfarbenem Seidenleinen mit rostrot gefütterten
Trompetenärmeln über weiss-seidener Chemise.
Spangen und Gürtelschliessen besetzt mit Topasen,
Citrinen und Feueropalen passend zum Halsschmuck.
Nach Gemälden von Parmigianino.

 

 

Kleid einer schönen Venezianerin

nach einer Radierung von Albrecht Dürer (datiert 1495).

Diese Version ist aus lindgrünem Damast,

der üppig mit Goldstickerei und Perlen ausgeziert ist.

Getragen wird dazu eine weißseidene Chemise.

 

 

 

Das große Dekollete und der überaus reiche und teure Besatz

lassen erahnen, für welche Profession schöne Venezianerinnen insbesondere zur Zeit der Renaissance berühmt waren.

 

 

 

Die seidenen Nestelbänder,

mit denen die Ärmel am Mieder befesigt werden,

enden in mehrstufigen Perlenbommeln.

 

 

Aus dunkelrotem Crepe, über und über bestickt
mit kleinen Blüten aus Perlen und Goldperlchen,
die auch Borten an den Ausschnittkanten bilden.
Überärmel in breiter Schnürung und weiss-seidenem
Chemise und Unterkleid aus eierschalfarbenem Atlas.

.

 

 

Frühe französische Renaissance

Renaissance-Kleid (um 1500)

Aus dunkelrotem Crepe und Renaissance-Goldbrokat
mit Perlen- und Rubinsimili-Besatz nach der
Cluny-Tapisserie "A mon seul desir" aus
dem Zyklus "Dame mit Einhorn".

 

 

 

Original Tapisserie aus dem Musée de Cluny

Dieses Kleid markiert den in Frankreich deutlich später

als in Italien vollzogene Übergang vom Mittelalter

(in Frankreich burgundische Mode) zur Renaissance.

 

 

 

Deutsche Renaissance

Renaissance-Kleid (um 1525/30)

Dieses Kleid aus blutrotem Samt und original nachgewebtem Renaissance-Goldbrokat ist die Rekonstruktion eines der

berühmten "saxon gowns" des Malers Lucas Cranach d.Ä.

Es wird mit einem perlenbestickten Brustband und Frontschnürung über einem weißen Seidenhemd geschlossen.

 

 

Von diesen Kleidern gibt es kein erhaltenes Original,

so dass sich die Rekonstruktion hauptsächlich auf die-allerdings minutiös genauen-Gemälde stützen muss.

Auf diesem Bild ist die große Weite

eines solchen Kleides zu sehen.

 

 

 

Ein genauerer Blick auf das in drei Perlengrößen

bestickte Brustband, die vielfach geschlitzten

Ärmel mit Doppelreihen von Puffen

und die Röhrenfalten des Rockes.

Diese Falten erscheinen auf den Gemälden völlig rund,

ein Effekt, der sich nur durch Rollen des Stoffes erzielen läßt.

 

 

Das zugehörige straußenfedergeschmückte Barett - auch dieses "zerschnitten" und kompliziert in der Konstruktion.

Es wird über einer perlenbestickten Goldhaube getragen.

Der Schmuck ist eine Originalkopie eines

Renaissance-Plattenhalsbandes.

 

 

 

Der Brokat des Rockes.

Die Rockbesätze sind in ganzzahligen Vielfachen

eines Grundmaßes abgemessen, ein Verfahren,

das  - wie die Akkorde in der Musik in Bezug

auf die Tonfrequenzen - besondere

Harmonie hervorrufen soll.

 

 

 

Und hier nun das Original:

eine von drei unbekannten

sächsischen Schönheiten.

.

 

 

Englische Renaissance (Tudor)

Giebelhaube (um 1525)

Diese "Gable Hood" ist die Spätform

eines typisch englischen Kleidungsstückes.

Im Gegensatz zu den frühen Formen sind die

seitlichen "Lappets" sowie eine Hälfte

des schwarzen Schleiers hochgeschlagen,

und sie wird über einem Turban getragen.

Bekannteste Trägerin ist Jane Seymour, eine der

Frauen Henry VIII.- ihre lebenslustige Vorgängerin

Anne Boleyn hatte allerdings bereits die lieblichere,

"frivole" French Hood am englischen Hof bekannt gemacht,

die Haare und Gesicht weitgehend freiließ,

und die die Gable Hood vollständig ablöste.

 

 

Aus rubinrotem und goldfarbenem Damast mit eingewebtem goldfarbenem Lilienmuster und eierschalfarbenem Seidentaft

Nach dem Gemälde
"Lais von Korinth" von Hans Holbein d. J. (1497-1543).

Der Schmuck wurde eigens zu diesem Kleid gefertigt.

 

 

Das Original-Gemälde "Lais von Korinth", 1526, übrigens eine Darstellung einer sagenumwobenen Kurtisane des Altertums.

 

 

Aus burgunderrotem Damast in Granatapfeldekor
mit weiten Hängeärmeln, mit Goldborten und Perlen besetzt.

Unterkleid und Ärmelfutter aus rot-goldenem Granatapfeldamast, Innenärmel aus eierschalfarbenem Seidendamast

In Details nach einem Gemälde der Isabella von Portugal von Tizian.

Getragen mit einer typischen perlengeschmückten

Flechtfrisur der italienischen Renaissance

 

 

Im Detail zu erkennen: der Goldborten- und Perlenbesatz

an der Ausschnittkante und die lilienförmigen

Ärmelagraffen.


Der Schmuck ist eine Originalkopie eines Renaissanceschmuckes

aus dem Museo del Prado in Madrid.:

 

 

Kleid aus ockergrundigem Damast in Renaissancemustern
mit mehrfach gepufften Ärmeln aus weißseidenem Schleiertaft.

Kleider mit diesen Ärmeln sind häufig auf Gemälden von Lucas Cranach d.Ä. zu sehen. Das Kleid als solches ist italienisch orientiert; es wird mit einem Gürtel und Brosche aus Bernstein- und Goldperlen getragen.

 

Die kleine Haube (eher französisch) ist passend

mit Bernstein und Gold ausgeziert

und auch der Halsschmuck ist aus Goldplatten

und Bernsteinperlen zusammengesetzt.

 

 

 

Kleid angelehnt an die"deutschem Renaissance"

mit Stehkragen-Oberteil aus
maulbeerfarbenem Goldbrokat und Seidentaft, bestickt in
Renaissancemustern, Unterkleid aus dunkelrotem Crepe,
Überärmel, Überrock und grosse Schleppe aus dunkelrotem
Changeant-Chiffon.

Frei nach Gemälden von L. Cranach d.Ä.

 

Nahansicht der Frontstickerei.

Das Muster ist ein Original-Entwurf von Leonardo da Vinci.

Die Halskette ist eine vergoldete

Silberfiligranarbeit der Renaissance.

 
 

 

 

Aus nachtblauem Seidensamt und elfenbeinfarbenem
Seidentaft mit Goldstickerei und Perlenbesatz.


Nach einem Kleid der Diana de Poitiers.

 

 

Aus goldgelbem Moiré mit eingewebtem Lilienmuster
und elfenbeinfarbenem Seidentaft mit
Goldborten- und Goldkordelbesatz.

 

 

Italienische Renaissance

Renaissance-Kleid (um 1561)

Venezianisches Kleid aus taubenblauem Samt und Venezianer Spitze. Es wird über einem weißen Seidenhemd getragen, das durch die reich geschlitzten und durchbrochen geschnittenen Ärmel

sowie durch den vorderen Verschluß zu sehen ist.

Kleider dieser Art finden sich besonders häufig

auf Gemälden von Paolo Veronese.

 

Das Oberteil des Kleides im Detail.

Deutlicher zu erkennen nun die Dekorationen:

viele goldgefaßten Perlenknöpfe, ein Gürtel aus

Goldrosetten und Perlen sowie ein Netz aus weißen

Seidenbändern und Goldknöpfen, das den Ausschnitt bedeckt.

Die großen Perlentropfen alsHals- und Ohrschmuck sind

besonders typisch für wohlhabende Venezianerinnen.

 

 

Der durchbrochen geschnittene Ärmel wurde im Original durch Gummi arabicum-Konturen am Ausfransen gehindert.

In der Kopie übernimmt das aus Gründen der (vorsichtigen) Waschbarkeit eine entsprechende wasserfeste Lösung.

Das Muster des Ärmels entstammt weitestgehend einem Fresco Veroneses im Kloster San Sebastian.

 

 

Venedig war berühmt für seine Kurtisanen,

und so ist auch dieser Fahnenfächer, der sich neckisch

kreiseln läßt - er besteht aus einer geteilten Metallhülse

über einem Metallkern- ein typisches Accessoire nicht nur der Venezianer Bräute, sondern auch der Prostituierten.

 

 

 

Neben dem Fresko hatte das Kleid eine zweite Vorlage:

"La Bella Nanni", ebenfalls von Paolo Veronese.

 

 

 

,

Kleid aus ocker-hämatitfarbenem Damast und ockerfarbenem Moiré mit hämatitfarbenen, agraffengehaltenen Überärmeln.

Getragen wird das Kleid mit einem kleinen "Weiberspeck"-Hüftpolster.

Schmuck und Gürtel und der passende Pomander (Duftkräuterbehälter) sind aus Hämatitperlen.und Goldfiligran.

 

 

Die Überärmel tragen eine zum Grundstoff passend angefertigte Stickerei, die seitlich edelsteinbesetzte Bordüren; am Saum aber den Namen des Musik-Ensembles der Besitzerin zeigt

 

 

 

 

Die zugehörige Haube ist eine typisch französisch beeinflußte Haube mit Hämatitperlen- und Goldschmuckbesatz. Sie gehört deutlich in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts.

 

 

 

Der Hinterkopf wird durch einen röhrenförmigen, ebenfalls hämatitfarbenen Schleier verdeckt.

Oftmals war er im Original schwarz.

 

 

Aus dunkelblauer Doupionseide, über und über bestickt mit
Goldfaden und Goldbouillondraht im Sternenhimmelmuster.
Kleid in der Art der vom französischen Hof
getragenen Galagewänder.

 

 

 

Original-Abbildung eines solchen Sternenhimmelstoffes,

verarbeitet als "Heerpauken"-Hose

 

 

Aus schwarzem Moiré mit silbernen Halbkugelknöpfen
und weissleinenem Hemd. Stickerei mit Silbergarn

Originakopie nach erhaltenem Jagdwams aus dem 16. Jhdt.

 

 

Aus blau-goldenem Damast mit Goldknöpfen
und weissleinenem Hemd.

 

 

 

Capa aus Moiré mit
schwerem Goldbortenbesatz.

 

 

Englische Spätrenaissance

Tudor-Kleid (um 1585)

Tudorkleid aus Echtsilber-Seidenbrokat mit winzigen eingewebten Lilien, getragen über einer "bumroll" (Hüftrolle) und mit offenem Tudor-Spitzenkragen. Das Kleid ist ausgeziert mit hunderten

von Perlen und Diamantsimili-Schmuckstücken.

Diese Überladung der Kleidung mit Sets von kostbarstem Schmuck war im englischen Hochadel spätestens seit Heinrich VIII. beliebt.

 

Die vollversteifte Planchette in der Nahansicht.

Außer dem Schmuckbesatz des Kleides kann man noch den perlenbesetzten Pomander am Perlengürtel erkennen.

 

 

 

Silbersoutache-besetzter, seitlich geöffneter Ärmel

mit Manschetten aus der Spitze des Kragens im Detail.

Die Ränder der versteiften Manschetten

werden durch Perlen"spitzen" gebildet; die Ärmelflügelchen sind ebenfalls mit Schmuckstücken besetzt.


Der silbrige Schimmer des Metallgewebes

ist bei diesem Bild deutlich zu erkennen.

 

 

Das kleine französische Häubchen mit Strahlenkranz aus

aufgestifteten Perlen und Diamantschmuck,

der Straußenfächer und der Spitzenkragen im Detail.

Gut zu erkennen sind ebenfalls der zugehörige Ring

und die großen Perltropfen-Ohrringe;

beides typische Schmuckstücke der Epoche

 

 

Straußenfächer erfreuten sich ausgesprochener Beliebtheit.

Dieser hat einen handgeschnitzten, echtversilberten Stiel

und ist ebenfalls mit aufgestifteten Perlen verziert.

Diese Fächer wurden am Kleid mittels einer Kette oder häufiger eines Seidenbandes befestigt und im Bedarfsfall hochgenommen.

Wie auf vorherigem Bild zu sehen, haben sie beträchtlichen dekorativen Wert, sind aber ansonsten von nur geringem praktischen Nutzen, vergleicht man sie mit Italiens Fahnen- oder Faltfächern

 

Auf diesem Bild sind in der Vollansicht die zugehörigen seidenbezogenen Schuhe zu erkennen.

Im späten 16. Jahrhundert lösen Absatzschuhe erstmalig

die vorherigen flachen schmalen mittelalterlichen- bzw. Renaissanceschuhe ab. Sie sind, wie hier,

oft mit schmuckbesetzten Rosetten verziert

Ebenfalls neu sind gestrickte (=elastische) statt genähter Strümpfe.

 

 

Englische Spätrenaissance

Elisabethanisches Reitkleid (um 1585)

"Riding Attyre" einer elisabethanischen Adligen:

Wams ("Doublet") aus mehrfarbigem Damast und

dunkelblauer Ziegenhaar-Rock.
Getragen mit für das elisabethanische England typischen

Halskrause "Cuff" und Ärmelkrausen "Ruffs", einem

federgeschmückten Spanischen Hut und Rehlederhandschuhen

 

 

In der Hoch- und Spätrenaissance wurde neben den

öfters auf Gemälden zu sehenden extrem prächtigen Hofroben zu Pferde zumeist eher praktische, an die Männerkleidung

angelehnte Reise-, Reit- und Jagdkleidung getragen.

Das Wams, hier in Nahansicht, ist in allen Details wie ein

Herrenwams geschnitten und verarbeitet.

 

 

Einzelansicht des Straußen- und Paradiesvogelfeder-

geschmückten Spanischen Hutes und des

üblicherweise darunter getragenen, schmuckbesetzten Haarnetzes.


Ebenso sehr schön zu erkennen die mit
Spitzenabschluß versehene abgesteifte Halskrause - jede der einzelnen Bögen ist zu einer komplizierten 8er-Kurve gelegt und an einem Halsband angenäht.
Es gibt jemanden, der sich darauf spezialisiert hat und der das in fantastischer Qualität macht: www.renaissancetailor.com

 

 

 

Spät-elisabethanisches Kleid aus smaragdgrüner und
meerblauer Seide und schwerem Goldborten-Besatz
mit weiss-seidenem Unterhemd und Pfauenfedern-Tudorkragen.

Deutlich zu erkennen ist der modische "Doppelkegel", der durch die steife Korsettierung des Oberkörpers und den Farthingale (Reifrock) unter dem Rock erzeugt wird.

Nach Originalen aus dem Besitz Königin Elisabeth I

.

 

 

Europäische Spätrenaissance

Renaissance-Kleid (um 1600)

"Loose Gown" aus nachtblauem Samt mit über 50m Goldbortenbesatz
mit Unterkleid aus elfenbeinfarbenem Ottoman und Venezianerspitze.


Loose Gowns waren im 16. Jahrhundert über einige Jahrzehnte

beliebt und wurden entweder offen oder geschlossen,

mit verschiedenen Überärmeln oder komplett ärmellos,

sowie mit oder ohne Kragen getragen.

 

Dieses Kleid ist eine geschlossene Version

mit sogenannten "Spanischen Ärmeln".

Die geschlossene Form und die geringelten Ärmel

des Unterkleides waren insbesondere in Norditalien beliebt.

Statt des kleinen Spitzenkragens war auch eine

mehr oder weniger kleine Halskrause üblich.

 

 

Die Spanischen Ärmel im Detail.

Sie wurden stark abgesteift und ihr Ansatz

von einem Flügel abgedeckt.

Der Rücken der Loose Gowns war in der Regel in

 große Kellerfalten gelegt, die auf einer

innenliegenden Leineneinlage befestigt wurden.

Das ergibt eine große Weite, die beim Schreiten sichtbar wurde.

 

 

Dieses Modell wird getragen mit einer French Hood, einer ebenfalls in England sehr beliebten Haubenform.

Um 1600 wäre im Original dazu allerdings bereits eine enganliegende Haube getragen worden, die schon Richtung Frühbarock weist.